Sinnvolle Geldanlagen während der Eurokrise

Die griechische Finanzkrise hat große Turbulenzen in die Eurozone gebracht. Es sieht danach aus, als ob der Euro derzeit in die Knie geht. Viele Anleger haben daher Angst um ihr Erspartes. So laufen bei den Verbraucherzentralen schon die ersten Anfragen auf, ob Rücklagen vielleicht umgeschichtet werden sollten und ob die bisherigen Weichstellungen noch richtig sind.

In Gold investieren

Gold ist derzeit die weltweit begehrteste Geldanlage. So kaufen Anleger schon seit einigen Monaten alles, was an Gold zu bekommen ist. Aus diesem Grund sind bei vielen Händlern die Goldmünzen bereits ausverkauft. Der Goldpreis steigt immens, aber je stärker die Nachfrage, desto schwankungsanfälliger wird der Markt. Gold hat zwar immer noch seinen Wert, aber da die klassische Blase nie ausgeschlossen werden kann, ist es derzeit ratsam sich nach anderen Geldanlagen umzusehen.

In Rohstoffe investieren

Als bedingt resistent gegen die Inflation gelten Agrarrohstoffe, Metalle oder Erdöl. Gerade Rohstoffe bewegen sich manchmal parallel zur Inflation. Die Rohstoffmärkte sind ähnlich wie die Aktienmärkte vielen Einflüssen ausgesetzt, welche die Preise beeinflussen können. So ist ein Investment in Rohstoffe meist spekulativ und für Privatanleger eher nicht geeignet.

Aktien kaufen

Die aktuelle Eurokrise macht die Aktienmärkte sehr nervös. Weitere Korrekturen können derzeit nicht ausgeschlossen werden. Das Umfeld für die Aktien war in der letzten Zeit dabei sogar sehr günstig. Die steigenden Unternehmensgewinne, die niedrigen Zinsen und die anziehende Konjunktur alles war für die Aktien prima. Dabei sollte das Investment allerdings sehr breit gestreut werden und nur ein Vermögensteil sollte hierzu eingesetzt werden.

Staatsanleihen als Alternative

Die Wertpapiere von Staaten sind durchaus attraktiv. Gerade für mutige Anleger sind derzeit kurz laufende Anleihen aus Griechenland besonders interessant. Wem dies zu heikel ist, sollte sich auf deutsche Papiere verlassen. Investments wie beispielsweise in Bundesschatzbriefe gelten als besonders kostengünstig und sind als Investments bei Geldinstituten nahezu sicherer.

Inflationsgeschützte Anleihen

Einige Experten empfehlen auch inflationsgeschützte Anleihen. Im Jahr 2006 hat Deutschland zum ersten Mal seit der Weimarer Republik eine Preissteigerung für Bundesanleihen aufgelegt. Diese Realzins-Bonds können auch dann noch reale Verzinsungen erzielen, wenn wegen der hohen Inflationsrate andere Anleihen ihren Realwert bereits verloren haben. Liegt eine niedrige Inflationsrate vor, sind die Zinserträge dieser Inflationsgeschützten Anleihen nicht sehr attraktiv, aber immerhin behalten sie den realen Wert.

Immobilien und Tagesgeld

Als besonders krisensicher gelten Immobilien, sie sind ein solides Fundament gerade auch fürs Alter. Zudem sind derzeit die Bauzinsen auch auf einem historischen Tief. Wem das Geld für den Immobilienkauf noch fehlt, findet auch in Tagesgeld- oder Festgeldkonten eine flexible und unkomplizierte Variante, Geld in Krisenzeiten sicher zu parken oder sogar zu mehren. Diese Anlagen gelten als besonders sicher, bringen allerdings auch nur nur wenig Zinsen. Bisherige Anlagen auflösen und in Tages-oder Festgeldkonten anlegen ist aber dennoch nicht empfehlenswert.

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